Einweihung des Zeltweger Pfarrheimes am 29.10.1961
Zu einem Fest für die gesamte Pfarrgemeinde gestaltete sich am vergangenen Wochenende die feierliche Einweihung des neuen Pfarrheimes Zeltweg durch Bischof Dr. Josef Schoiswohl. Für die besonders aktive Zeltweger KAJ ging damit ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch in Erfüllung. Dass er überhaupt verwirklicht werden konnte, ist vor allem auf die großzügige Spende der Prinzessin Maria Benedicta von Croy zurückzuführen, die den Löwenanteil der für den Bau erforderlichen runden Million Schilling gab. Auch die Alpine Zeltweg trug mit einer Gratisbeistellung von Stahl im Werte von 35.000 S zum schönen Werk bei.
Bereits am Vorabend des Festtages beging die Zeltweger KAJ eine imposante Christkönigsfeier. Sonntagmorgens begab sich dann die mit festlichen Bannern geschmückte KAJ Zeltwegs, Judenburgs, Fohnsdorfs und Knittelfeld in einem von Musik begleiteten Festmarsch durch Zeltweg zum neuen Pfarrheim, während der Diözesanbischof durch eine KAJ- Motorradstaffel eingeholt wurde. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche zelebrierte der Bischof den Christkönigsgottesdienst.
Die darauffolgende Schlüsselübergabe und die Weihe des neuen Pfarrheimes durch den Bischof umrahmten die Werkskapelle und der KAJ- Chor Zeltweg mit Musik und Gesang. Im neuen Saal, der 300 Sitzplätze aufweist, fand dann ein kleiner Festakt statt, bei dem nach Begrüßungsworten durch Pfarrer Josef Trasischnik der Bischof Worte an die aktive Jugend richtete.
Bezirkshauptmann ORR Dr. Ludvik wünschte der Jugend ein fruchtbares Arbeiten und ein erfolgreiches „Glück auf!“ im neuen Heim. Nachdem auch ein Vertreter der KAJ seinen Dank an die Förderer des Hauses ausgesprochen hatte, beschloss der Zeltweger Madrigalchor die Feierstunde, an der u.a. Kreisdechant Kanonikus Rodler, Prinzessin und Prinz Croy, Major Reichert und Werkssekretär Dr. Novotny teilgenommen hatten.
Sonntags abends führte die KAJ Zeltweg „Dort wo die Liebe ist, da ist Gott“ von Tolstoi auf. Der KAJ-Chor und ein kleines Orchester umrahmten das im vollbesetzten Saal ambitioniert gespielte Theaterstück.
Bericht in der Kleinen Zeitung 58 / 13. Jg. Seite 6